AfD Nds. zur Hamburger Bürgerschaftswahl: "Die Kannibalisierung der CDU hat längst begonnen"

17. Februar 2015
von Pressetelegramm

Paul Hampel, AfD Niedersachsen (Archivbild)Nach der Bürgerschaftswahl am 16.02.2015 in Hamburg zieht die Alternative für Deutschland (AfD) mit 8 Abgeordneten ins Parlament ein, womit sie sich bisher bei jeder Wahl parlamentarisch etablierte. Immerhin 6,1 % der Stimmen zog die erst zweijährige Partei auf sich; nicht nur von Nichtwählern, sondern aus allen politischen Lagern - im politisch schwierigen Hamburg ein sehenswertes Ergebnis für die AfD. Die Wahlbeteiligung insgesamt jedoch war schlecht; fast jeder zweite Wähler ist in der Hansestadt zuhause geblieben. Der Landesvorsitzende der AfD Niedersachsen Paul Hampel kommentiert daher die Bürgerschaftswahl und den Wiedereinzug der FDP wie folgt:

Paul Hampel: Gratulation nach Hamburg - die Kanibalisierung der CDU hat längst begonnen
 
Na also! Wer da meinte, die AfD könne nur in den Neuen Ländern Erfolge einfahren, wurde gestern Lügen gestraft.  Man kann es gar nicht oft genug sagen. Eine gerade mal zwei Jahre alte Partei erobert konsequent ihre Sitze bei allen Landtagswahlen, die nach ihrer Gründung anstanden.  Das ist einmalig in der Geschichte der zweiten deutschen Republik.

Noch schöner ist, die Mär von den Rechtspopulisten hat sich längst als Rohrkrepierer erwiesen. Auch diesmal gewann die Alternative Stimmen aus allen politischen Lagern. Die etablierten Parteien stehen einer solchen Tatsache fassungslos gegenüber und suchen händeringend nach neuen Schmähbegriffen. Statt sich aber nunmehr ernsthaft mit dieser neuen politischen Kraft auseinanderzusetzen, wird sich weiter in Verweigerung geübt. Da freut sich die versammelte Linke, die in Hamburg immerhin 70 % derer hinter sich vereinen konnte, die überhaupt zur Stimmabgabe geschritten sind.  Denn fast jeder zweite Wähler ist in der Hansestadt zuhause geblieben. Schlimm, dass dies bei den Altparteien keinen zu stören scheint. Rechnet man das Wahlergebnis nämlich um, hat der Riesenstaatsmann Scholz keine 25% der Hamburger hinter sich.

Dem Demos geht seine Legitimation flöten.  Das ist auch kein Wunder, wenn politische Ziele und Inhalte heute anscheinend  über die Beinlänge  oder die Körbchengröße weiblicher Kandidatinnen definiert werden (eine Beleidigung für die wirklich engagierten und kenntnisreichen Damen in der Politik). Was muß Gottvater schluchzen, wenn sich auf Erden drei FDP-Grazien erdreisten, in seine himmlischen Heerscharen aufgenommen zu werden. Wie trübe muss es angesichts solcher "Gala"-Vorführungen hernieden um die Liberalen bestellt sein. Noch schlimmer hat es die Union erwischt. Die hat noch gar nicht gemerkt, daß das Unionshaus nur noch aus Fassade besteht mit einem Merkelposter in jeder Fensternische.  Der Bau selbst ist völlig entkernt. Nix Solides mehr drin - keine Inhalte - keine Personen, die den Bau mit Leben erfüllen können. Ich prophezeie Ihnen, liebe Leser, den Niedergang der CDU in den nächsten 5 Jahren. Ohne Mutti fliegt der Laden auseinander. Nur wieviel Krach er dabei macht,  weiss ich nicht vorherzusehen. Wahrscheinlich geht es stickum und leise. Adio Democratia Christiana. Die Liberalen, die nichts mehr ruiniert haben als die schönen Worte Liberalität und Freiheit, halten den Hamburger Kometen für den Aufgang einer neuen Sonne. Träum weiter FDP. Es ist nur der dürre Zweig, der dich für einen Augenblick beim Sturz aus lichten Höhen im Nasenloch erwischt hat.




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